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Symptom - Gewichtszunahme

Gewichtszunahme Themenbild

Viele Menschen leider unter erhöhtem Gewicht. Die Gewichtszunahme lässt sich häufig mit viel Sport und guter Ernährung, sowie konsequenter Diät aufhalten. Dem einen fällt es leichter, dem anderen schwerer. Es kommt aber nicht immer nur aufgrund falscher Ernährung zu einer Gewichtszunahme, es können auch Erkrankungen die Ursache sein.

Überblick

Eine ausgewogene tägliche Ernährung ist lebenswichtig für den Menschen. So werden wir mit vielen Nährstoffen versorgt, die dem Körper die notwendige tägliche Energie liefert um Stoffwechselprozesse zu ermöglichen. Gemessen wird der Energiegehalt eines Lebensmittels pro 100 Gramm in sogenannten Kilokalorien (kcal) und Kilojule (kJ). Der tägliche Bedarf an Kalorien ist von unterschiedlichen Faktoren wie Geschlecht, Alter, Körpergröße und sportlicher Aktivität abhängig. So brauchen Männer im Alter von 25 bis 51 – je nach sportlicher Bewegung – ca. 2900 bis 3500 kcal am Tag. Frauen gleichen Alters benötigen hingegen nur 2300 bis 2900 Kilokalorien, wenn man von einer leichten bis mittleren sportlichen Aktivität ausgeht.

Enthält die aufgenommene Nahrung mehr Energie, d.h. Kilojoule oder Kilokalorien, als der Stoffwechsel verarbeiten kann, kommt es zu einer Zunahme des Körpergewichts. Eine übermäßige Gewichtszunahme führt meist zu Übergewicht und Adipositas (Fettleibigkeit bzw. Fettsucht). Grund einer Gewichtszunahmen muss aber nicht immer übermäßiges Körperfett sein, sondern können auch Wassereinlagerungen im Gewebe (Ödeme) sein. Ein anderer Grund kann vermehrter Muskelaufbau sein.

Wann ist eine Gewichtszunahme normal?

Besonders bei Kindern ist eine Gewichtszunahme für das Wachstum wichtig. Auch schwangere Frauen nehmen aufgrund des Ungeborenen zu, was notwendig und natürlich ist.

Im Alter werden die Stoffwechselprozesse mit der Zeit langsamer, weshalb es zur Gewichtszunahme kommen kann. Weniger körperliche Bewegung im Alter ist ein zusätzlicher Grund.

Wann sollte eine Gewichtszunahme vom Arzt abgeklärt werden?

Gesunde Menschen, bei denen es zu einer plötzlichen, unerklärbaren und ungewollten Gewichtszunahme kommt, sollten dies vom Arzt abklären lassen, da hier auch eine Krankheit die Ursache sein könnte.

Das Risiko einer Adipositas bei starker Gewichtszunahme steigt erheblich an. Die Folgeerkrankungen können Herz-Kreislauf-Erkrankungen aber auch Diabetes mellitus Typ 2 sein. Einer Gewichtszunahme sollte daher möglichst frühzeitig entgegen gewirkt werden. Für viele sind Ernährungsberater eine besondere Hilfe, die Tipps zur Ernährung und Bewegung geben können.

Warum kommt es zu einer Gewichtszunahme?

Die Ursachen einer Gewichtszunahme sind oft unterschiedlich. Im Kindesalter, d.h. in der Wachstumsphase, in der Schwangerschaft und sogar im höheren Alter ist eine gewisse Zunahme an Körpergewicht normal.

Häufig ist eine Gewichtszunahme aber auf eine ungesunde, hoch kalorienreiche Ernährungsweise zurückzuführen. 
Es können aber auch gewisse Erkrankungen Schuld an Übergewicht sein. So spricht man bei Fettleibigkeit bzw. Fettsucht von einer Adipositas. Sie ist eine eigenständige Erkrankung. Während es bei einer Adipositas zu einem überhöhten Körperfettanteil kommt, können andere Krankheiten die Zunahme von Gewicht durch Wassereinlagerungen im Gewebe (Ödeme) verursachen. Beispielsweise ist eine Herzinsuffizienz (Herzschwäche) solch eine Erkrankung, bei der sich vermehrt Wasser im Körper ansammelt.

Stoffwechsel- und Hormonstörungen können ebenfalls die Ursache für vermehrtes Körpergewicht sein. Dazu zählen unter anderem eine Unterfunktion der Schilddrüse, das Stein-Leventhal-Syndrom (polyzystisches Ovarsyndrom) oder das Cushing (Cortisol-Überproduktion in der Nebenniere).

Tumore, die Hormone produzieren können, führen auch zu Hormonstörungen und können ebenfalls ein Grund für Gewichtszunahme sein.

Andere Ursachen können psychische Erkrankungen oder Suchtkrankheiten sein. So können krankhafter Alkoholverzehr oder Depressionen zu Veränderungen des Gewichts führen. Medikamente wie z.B. Antidepressiva, aber auch Insulin und Kortison sind bekannt für die Nebenwirkung: Gewichtszunahme.

Bei Frauen, die die Antibabypille einnehmen, kann darüber hinaus häufig eine Gewichtszunahme festgestellt werden.

Wie wird eine Gewichtszunahme diagnostiziert?

Insbesondere bei einer plötzlichen, ungewollten und grundlosen Gewichtszunahme ist es wichtig die Ursache vom Hausarzt diagnostizieren zu lassen, um ernsthafte Erkrankungen auszuschließen.

Überlegen Sie schon vor Ihrem Arzttermin, wie viel Kilogramm Sie zugenommen haben und in welchem Zeitraum dies passiert ist. Der Arzt wird mit Ihnen zuerst ein Anamnesegespräch führen, in dem er Fragen zu Beschwerden neben der Körpergewichtszunahme oder zur Lebenssituation und zum Lebensstil sowie zu Vorerkrankungen oder Medikamenteneinnahme stellt.

Anschließend wird der Arzt körperliche Untersuchungen vornehmen, um eine genauere Diagnose stellen zu können. So wird zuerst mittels einer Waage das aktuelle Körpergewicht festgehalten. Zusätzlich wird der Umfang der Taille gemessen und so der Body Maß Index (BMI) errechnet. Mit Hilfe des errechneten Wertes kann der Arzt feststellen, ob Sie an Übergewicht leiden oder sogar fettleibig (adipös) sind. Der BMI richtete sich dabei nach Alter, Geschlecht und Körpergröße und wird so individuell berechnet.

Bestätigt das Ergebnis, dass Sie übergewichtig oder adipös sind, so werden weitere Untersuchungen durchgeführt. Der Puls und der Blutdruck werden gemessen und notfalls ein EKG und eine Ultraschalluntersuchung durchgeführt. Bei einer Untersuchung des Knöchels kann der Arzt schnell erkennen, ob Wassereinlagerungen im Gewebe (Ödeme) Grund der Gewichtszunahme sind.
Die Untersuchung einer Blutprobe gibt Aufschluss auf abnorme Blutfett- oder Schilddrüsen-, Leber- und Nierenwerte, den Blutzuckerspiegel und andere Blutwerte. Erhärtet sich der Verdacht auf eine Krankheit, die Grund der Gewichtszunahme sein könnte, so werden für eine sichere Diagnose weitere Untersuchungen benötigt.

Ist eine umgestellte oder ungesunde Ernährung Grund für die Gewichtszunahme, so ist eine Ernährungsanalyse durch Experten wie z.B. Ernährungsberater sinnvoll.

Wie lässt sich eine Gewichtszunahme behandeln bzw. beheben?

Ausschlaggebend für die richtige Therapie einer Gewichtszunahme ist die festgestellte Ursache. Je nach Ursache fällt die Therapie anders aus.

Bei einer Adipositas (Fettleibigkeit) wird versucht wieder Normalität in das eigene Ess- und Bewegungsverhalten zu bringen. Gelingt es die Adipositas in den Griff zu bekommen, so wird auch das Risiko an einer Diabetes Typ 2 zu erkranken, verringert. Beratend und unterstützend können Ihr Arzt und Therapeut Ihnen in dieser Umstellungsphase zur Seite stehen. Darüber hinaus kann ein Ernährungsberater helfen, die aktuelle Ernährungsweise zu analysieren und gemeinsam sinnvoll umzustellen, sodass das Körpergewicht langfristig reduziert und gehalten werden kann.

Ist die Ursache der Gewichtszunahme eine Unterfunktion der Schilddrüse (Hypothyreose), wird diese Erkrankung mit der regelmäßigen Einnahme von Schilddrüsentabletten therapiert. Die Tabletten bestehen aus dem Hormon Thyroxin. Thyroxin regt den Stoffwechsel und somit die Fettverbrennung an.

Lautet die Diagnose ein Tumor, so muss dieser in den meisten Fällen operativ entfernt werden.

Medikamente, die als Nebenwirkung zu einer Gewichtszunahme führen, können nach Absprache mit dem behandelnden Arzt durch andere Medikamente oder eine andere Therapie ersetzt werden. So wechseln Frauen häufig die Antibabypille. Medikamente sollten jedoch nicht ohne Absprache mit dem jeweiligen Arzt abgesetzt oder durch andere ersetzt werden!

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