Fehler! Es können nur maximal 4 Artikel verglichen werden.
Ihr Artikel wurde der Vergleichsliste hinzugefügt.

Symptom - Immunschwäche

Immunschwäche Themenbild

Unser Immunsystem schützt unsere Gesundheit jeden Tag vor eindringenden Krankheitserregern und Fremdstoffen. Leidet der Körper unter einer Immunschwäche, ist er nicht in der Lage, uns ausreichend zu schützen und es drohen meist wiederkehrende Erkrankungen.

Überblick

Das Immunsystem stellt das körpereigene Abwehrsystem dar und besteht aus zahlreichen Geweben und Zelltypen. Es kann zwischen eigenen und fremden Strukturen unterscheiden und so gezielt auf eindringende Fremdstoffe reagieren. Das Immunsystem erkennt und neutralisiert Parasiten, Keime wie Bakterien oder körperfremde Substanzen, die täglich in den Körper gelangen und schützt so unsere Gesundheit. Zudem sortiert das Immunsystem körpereigene, defekte oder tote Zellen aus. Man unterscheidet eine angeborene und eine erworbene Abwehr. Das angeborene Immunsystem besteht aus Barrieren wie der Haut, Proteinen, die als Botenstoffe fungieren und verschiedenen Zellen. Die erworbene Immunantwort reagiert auf fremde Proteine (Antigene) und zeichnet sich durch eine hohe Anpassungsfähigkeit gegen neue Krankheitserreger aus.

Unter einer Immunschwäche (Immundefizienz) versteht man eine vorübergehende oder anhaltende Schwächung der Abwehrfunktionen. Diese kann schon seit der Geburt bestehen oder im Laufe des Lebens entstehen. Der Körper kann sich nicht mehr so gut gegen eindringende Krankheitserreger oder Fremdstoffe wehren. Als Folge treten häufiger Infektionskrankheiten auf und der Verlauf einer Infektion ist schwerwiegender als bei einem intakten Immunsystem.

Welche Ursachen kommen in Frage?

Eine erworbene Immunschwäche kann vielfältige Ursachen haben. Eine der weltweit häufigsten erworbenen Immundefekte stellt die Virusinfektion mit dem HI- Virus (HIV) dar. Aber auch eine Erkrankung des Knochenmarks, die zu einer gestörten Blutbildung führt oder eine Mangelernährung wie ein Vitaminmangel können die Ursache sein. Zudem kann eine medizinische Behandlung das Immunsystem schwächen z.B. im Rahmen einer Krebstherapie oder das Immunsystem wird durch Medikamente absichtlich unterdrückt, um eine Erkrankung zu behandeln.

Andere Ursachen können sein:

  • Psychische Belastung
  • Schlafmangel
  • Ungesunde Ernährung
  • Chronische Erkrankungen
  • Konsum von Drogen, Alkohol und Nikotin

Wie sehen die Symptome aus?

Die Symptome einer Immunschwäche sind sehr unterschiedlich. Oft fällt auf, dass man häufiger an einer Infektion erkrankt als üblich oder sich eigentlich harmlose Infekte zu ernsthaften Erkrankungen entwickeln wie eine Erkältung mit Husten zu einer Bronchitis oder sogar Lungenentzündung. Viele Personen fühlen sich kraftlos, ausgebrannt und müde. Im späteren Verlauf einer Immunschwäche können Symptome eines Infekts zu dauerhaften Beschwerden werden wie:

  • Halsschmerzen
  • Ohrenschmerzen
  • Schnupfen
  • Husten
  • Durchfall

Wie wird eine Diagnose gestellt?

Ein Verdacht auf eine Immunschwäche ergibt sich häufig schon aus einem ausführlichen Gespräch mit dem behandelnden Arzt. Durch eine Blutuntersuchung kann der Verdacht näher untersucht werden. Besteht eine familiäre Erkrankung kann auch eine pränatale Untersuchung des Kindes erfolgen.

Wie sieht die Therapie aus?

Zur Behandlung einer Immunschwäche gibt es unterschiedliche Therapieansätze. Bestehen chronische Erkrankungen, müssen zunächst diese behandelt werden. Eine immungeschwächte Person sollte sich gegen Erreger, mit denen jeder Mensch täglich in Kontakt kommt, versuchen zu schützen.  Hierbei sind Maßnahmen wie Hygiene oder das Meiden von kranken Personen zu beachten. Zudem können Medikamente eingesetzt werden, um Erreger wie Bakterien oder Pilze zu bekämpfen. Auch eine Verabreichung von Antikörperzubereitungen aus Fremdblut ist möglich. Das ist bei einem Mangel an Antikörpern sinnvoll und unterstützt das Immunsystem. Begleitend sollte immer versucht werden die körpereigenen Abwehrkräfte zu unterstützen durch:

  • Gesunde Ernährung und eine hohe Flüssigkeitsaufnahme
  • Ausreichend Schlaf
  • Bewegung an der frischen Luft
  • Vermeidung von Stress
  • Vermeidung von giftigen Substanzen wie Alkohol oder Nikotin
  1. PASSENDE SELBSTTESTS