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Symptom - Konzentrationsstörungen

Konzentrationsstoerungen Themenbild

Was wollte ich grade noch mal sagen? Konzentrationsschwäche kennt wirklich jeder. Wenn sie in Maßen vorkommt, sollte man sie beobachten. Wenn sie beeinträchtigend ist, sollte man sie sehr ernstnehmen. Denn ihre Ursachen können von einfachem Schlafmangel bis hin zur schwerwiegenden Schilddrüsenunterfunktion reichen. In jedem Fall sollte man sie nicht als „Schusseligkeit“ abtun, sondern sich über Behandlungsmöglichkeiten informieren.

Übersicht

Konzentrationsschwäche beschreibt die Schwierigkeit, sich über einen längeren Zeitraum mit etwas zu befassen. Die Konzentration schwindet und äußere Reize lenken einen ab, was dazu führt, dass die Gedanken schnell in eine andere Richtung abdriften. Konzentrationsstörungen können von sehr unterschiedlicher Natur sein: Eine vorübergehende und harmlose Konzentrationsschwäche ist vor allem auf Stress, Schlaf- oder Bewegungsmangel zurück zu führen. Doch Konzentrationsschwäche kann auch das erste Anzeichen für eine ernstzunehmende Krankheit sein, wie zum Beispiel Nierenschwäche, Schilddrüsenunterfunktion oder Alzheimer.


Ursachen und Erkrankungen

  • Schlafmangel: Wenn man nachts nicht genug Schlaf bekommt, muss man tagsüber mit einer verminderten Konzentrationsfähigkeit rechnen.
  • Mangelernährung: Um optimal arbeiten zu können, braucht das Gehirn viele Nährwerte: Eiweiße, Fette, Kohlenhydrate, Vitamine, Wasser und Mineralstoffe sind die wichtigsten. Fehlt einer oder mehrere dieser Stoffe, kann das eine Leistungsminderung und Konzentrationsschwäche nach sich ziehen.
  • Bewegungsmangel: Konzentrationsschwäche kann auch durch keine oder nur wenig Bewegung ausgelöst werden.
  • Psychische Überbelastung: Hier reicht das Spektrum von Überforderung über starken Stress und Zeitdruck bis hin zum Burnout. All dies kann eine Konzentrationsschwäche zur Folge haben.
  • Durchblutungsstörungen im Gehirn: Wenn das Gehirn nicht richtig durchblutet wird, fehlt es ihm an Sauerstoff und anderen Nährstoffen. Ein Grund für diese Mangeldurchblutung ist zum Beispiel die Verkalkung, auch Arteriosklerose genannt, von Hirngefäßen.
  • Alkoholentzugssyndrom: Menschen, die einen Alkoholentzug machen, leiden häufig an motorischer und innerer Unruhe sowie Konzentrationsstörungen.
  • Demenz: Alzheimer ist eine der Demenzerkrankungen, die Orientierungs-, Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen zur Folge haben.
  • Niedriger Blutdruck: Niedriger Blutdruck (Hypotonie) kann neben Müdigkeit, Leistungsmangel, Herzklopfen und kalten Gliedmaßen auch Konzentrationsstörungen zur Folge haben.
  • Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom: Diese Erkrankung tritt entweder ohne (ADS) oder mit Hyperaktivität (ADHS) auf. Sowohl Kinder als auch Erwachsene können davon betroffen sein und unter anderem an Konzentrationsstörungen leiden.

Andere Erkrankungen, die Konzentrationsschwäche nach sich ziehen können:

Konzentrationsschwäche bei Kindern

Die bisher geschilderten Ursachen für Konzentrationsschwäche bei Erwachsenen gelten genauso für Kinder. Vor allem Stress und Überforderung in der Schule, aber auch in der Freizeit, die eigentlich dafür da sein sollte, dass Kinder neben spielen und lernen auch mal zur Ruhe kommen können, sind Ursachen für kindliche Konzentrationsstörungen. Emotionale Unausgeglichenheiten oder nicht so leicht zu verarbeitende Erlebnisse können sich negativ auf die Konzentration von Kindern auswirken. Doch auch körperliche Beschwerden können die Ursache sein, so zum Beispiel:

  • Ungleichgewicht im Hormon- oder Mineralstoffhaushalt
  • Grippe
  • Lungenentzündung
  • Bewegungsmangel
  • Gehirnprellung
  • Unverträglichkeiten
  • Umweltgifte

Viele Kinder sind von ADHS (Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Syndrom) betroffen. Dies macht sich bemerkbar, wenn zu der Konzentrationsschwäche noch Hyperaktivität und Impulsivität kommt.

Behandlung

Man sollte einen Arzt aufsuchen, sobald die Konzentrationsschwäche als stark unangenehm oder sogar bedrohlich wahrgenommen wird. Auch bei plötzlichem, unerklärlichem Auftreten sollte ärztliche Hilfe hinzugezogen werden. Dieser wird zunächst alles über die Krankenvorgeschichte des Patienten erfahren wollen und kann schließlich durch eine körperliche Untersuchung klären, ob eine organische Ursache für die Schwäche vorliegt. Bei Verdacht auf Eisenmangel, Nierenschwäche oder Schilddrüsenunterfunktion ist eine Blutuntersuchung sinnvoll. Eine Blutdruckmessung wird durchgeführt, wenn eine Hypotonie hinter der Konzentrationsstörung stecken könnte. Bei Verdacht auf Arteriosklerose oder Demenz können sogar bildgebende Verfahren angewendet werden.

Tipps und Tricks gegen Konzentrationsschwäche

  • Ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung
  • Zwei Liter Wasser am Tag
  • Verringerung oder Verzicht auf Nikotin, Koffein, Alkohol, Aufputsch- und Beruhigungsmittel
  • Genug Schlaf
  • Regelmäßige Ruhepausen
  • Ohrmassagen
  • Eingeschränkter Medienkonsum sowie Beschallung zur Minderung äußerer Reize
  • Atemübungen zur Beruhigung und Konzentration
  • Anwendung von Heilkräutern (zum Beispiel Ginsengwurzel oder Ginkgoextrakt)
  • Duftlampe mit Düften wie Bergamotte, Rosmarin oder Lavendel.
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