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Symptom - Libidoverlust

Libidoverlust Themenbild

Ein sexuelles Verlangen verspürt jeder Mensch sehr individuell. Liegt eine Störung im Lustempfinden vor, kann das für die betroffene Person und auch eine Partnerschaft mit hohem Leidensdruck verbunden sein.

Überblick

Der Begriff Libido stammt aus dem Lateinischen (libido: Begierde) und bezeichnet den Sexualtrieb eines Individuums. Geschlechtshormone regulieren diesen sexuellen Trieb, der meist zwischen Männer und Frauen variiert, aber auch sehr individuell ausgeprägt ist. Bei Frauen beeinflusst der Zyklus das sexuelle Verlangen, welches um den Eisprung meist stärker ausgeprägt ist. Auch wirken Frauen in diesem Zeitraum attraktiver auf Männer. All diese Unterschiede liegen begründet in unserer Evolution und dienen der Fortpflanzung.

Unter einer Libidostörung (gestörte sexuelle Appetenz) versteht man die Störung der sexuellen Lust. Dies äußert sich in einem Mangel an sexuellem Verlangen und auch dem Mangel an körperlicher Erregung sowie fehlenden sexuellen Phantasien. Dabei ist das Lustempfinden über einen längeren Zeitraum gestört oder bleibt wiederkehrend aus. Verbunden ist die Libidostörung mit einem Leidensdruck für den Betroffenen und auch den betroffenen Partner. Diese Störung kann bis zu einem Libidoverlust reichen, der sich durch den gänzlichen Verlust der sexuellen Lust auszeichnet. Generell sind Frauen mit ca. 30 % häufiger betroffen als Männer, von denen weniger als 3 Prozent über eine Störung der Libido berichten. Jedoch ist das sexuelle Empfinden sehr subjektiv und es ist daher schwierig einzugrenzen ab wann das Lustempfinden gestört ist und man von einer Sexualstörung sprechen kann. Gerade bei Frauen beeinflussen äußere Faktoren wie Stress oder Müdigkeit die Libido und bei jeder dritten Frau treten zumindest zeitweise Phasen der verminderten Lust auf.

Welche Ursachen gibt es?

Einer Libidostörung bzw. einem Libidoverlust können unterschiedliche Ursachen zugrunde liegen:

  • Die Einnahme von Medikamenten wie z.B. Antidepressiva oder Hormonen
  • Psychische Erkrankungen wie eine Depression
  • Andere körperliche Erkrankungen wie ein Hormonmangel oder Stoffwechselstörungen (z.B. Schilddrüsenunterfunktion)
  • Angst oder Scham
  • negative sexuelle Erfahrungen
  • Probleme in der Partnerschaft oder andere Belastungen wie Stress im Alltag
  • Eine Unterdrückung der Sexualität durch die Erziehung
  • Andere sexuelle Funktionsstörungen

Bei der Frau tritt meist nach der Geburt ein vermindertes Lustempfinden auf, da der Körper und auch die Psyche eine Art Überforderung in dieser Zeit durchlebt. In der Zeit der Wechseljahre ändert sich der Hormonhaushalt und durch einen Mangel an Sexualhormonen tritt häufig eine verminderte Libido auf. Auch gynäkologische Erkrankungen können das sexuelle Verlangen mindern wie Scheidentrockenheit, Endometriose oder Schmerzen beim Geschlechtsverkehr.

Beim Mann kann die Ursache auch in geschlechtsspezifischen Problemen wie Errektionsproblemen liegen. Auch im Alter treten Veränderungen auf und eine Funktionsstörung der Hoden mit einem verbundenen Testosteronmangel kann die Ursache für eine verminderte Libido sein.

Wann sollten Sie einen Arzt aufsuchen?

Sie sollten professionelle Hilfe in Anspruch nehmen, wenn Sie dieser Zustand belastet oder Ihre Partnerschaft dadurch belastet wird.

Welche Untersuchungsmethoden stehen zur Verfügung?

Ihnen stehen Selbsttests zur Verfügung, die Ihren Hormonstatus anhand einer Speichelprobe ermitteln sowie ein Selbsttest zur Bestimmung eines Stressprofils. Diese Tests sind diskret von zu Hause aus durchführbar und Sie erhalten ein Testergebnis per Post.
Bei Ihrem Arzt werden Sie zunächst zu Ihrem Problem befragt und auch andere Fragen zu Vorerkrankungen, körperlichen Beschwerden, einer Medikamenteneinnahme und Belastungen im Alltag können bei der Ursachenfindung hilfreich sein. Auch weitere Untersuchungen können folgen in Form einer Allgemeinuntersuchung und einer urologischen oder gynäkologischen Untersuchung. Eine Blutabnahme oder bildgebende Verfahren können zusätzlich sinnvoll sein.

Welche Therapiemöglichkeiten gibt es?

Der Arzt wird versuchen die Ursache der Symptome zu behandeln. Sind Medikamente der Grund für die verminderte Libido kann man versuchen ein alternatives Medikament zu finden. Liegt die Ursache in einer Grunderkrankung muss eine entsprechende Therapie eingeleitet werden. Bei einer psychischen Ursache ist es evtl. ratsam sich an einen Psychologen zu wenden und gegebenenfalls eine Sexual-, Lebensberatung oder eine Paartherapie in Anspruch zu nehmen. Unterstützend können auch Antidepressiva oder angstlösende Medikamente zu Einsatz kommen.

Was können Sie selber tun?

Zunächst ist es wichtig sich selber nicht unter Druck zu setzen, offen mit dem Partner zu sprechen und sich nicht zu scheuen professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Versuchen Sie die Ursache zu finden und behandeln Sie diese mit medizinischer Hilfe. Im Falle einer starken Belastung im Alltag sollten Sie versuchen diese zu vermindern und sich mehr Zeit für sich und Ihren Körper zu nehmen.

  1. PASSENDE SELBSTTESTS