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Symptom - Schlaflosigkeit

Schlaflosigkeit Themenbild

Viele Menschen kennen die kreisenden Gedanken im Kopf, die einen abends daran hindern einzuschlafen oder das nächtliche Wachliegen. Schlafstörungen sind für Betroffene eine körperliche und psychische Belastung, die einer Behandlung bedarf.

Überblick

Der Schlaf wird als Zustand der Ruhe bezeichnet, in dem sich physiologische Vorgänge im Körper verändern. Er ist lebensnotwendig und dient dem Körper zur Regeneration. Bei einer Schlafstörung (Insomnie) ist das Schlafverhalten gestört und die betroffenen Personen fühlen sich körperlich und seelisch dadurch beeinträchtigt. Die Schlaflosigkeit stellt eine Untergruppe der Schlafstörungen dar und zeichnet sich aus durch:

  • Einschlafstörungen, die über einen Zeitraum von mindestens einen Monat bestehen
  • Durchschlafstörungen, die über einen Zeitraum von mindestens einen Monat bestehen
  • Der Schlaf als nicht erholsam empfunden wird
  • Eine ungenügende Schlafdauer

In Deutschland sind ca. 15 bis 35 % der Bevölkerung von einer leichten Form der Schlafstörung betroffen. Ungefähr 4 % leiden unter einer schweren Form der Insomnie, die sich erheblich auf den Tagesablauf und die Leistungsfähigkeit auswirkt.

Welche Symptome treten auf?

Die fehlende Erholsamkeit des Schlafs führt zu einer körperlichen und psychischen Belastung. Wer nachts nicht ausreichend schläft, wird meist über den Tagesverlauf müde und fühlt sich abgeschlagen. Es kommt zu verminderter Konzentrations- und Leistungsfähigkeit meist gepaart mit steigender Frustration. Zudem folgt eine erhöhte Infektionsanfälligkeit, da sich im Schlaf unser Immunsystem regeneriert.

Welche Ursachen gibt es?

Eine akute Form der Schlaflosigkeit kann bei Stress z.B. vor einer Prüfung auftreten sowie nach Reisen oder bei veränderten Arbeitszeiten (z.B. Schichtarbeit). Diese Schlaflosigkeit reguliert sich jedoch in den meisten Fällen wieder nach kurzer Zeit.
Bei einer andauernden Schlaflosigkeit können die Ursachen vielfältig sein:

  • Äußere Faktoren wie Lärm
  • Andere Erkrankungen wie psychische oder neurologische Krankheiten (z.B. Psychosen, Epilepsie, Demenz oder Schmerzsyndrome)
  • Andauernde Belastungen wie Stress oder Ängste
  • Die Einnahme von Substanzen wie Alkohol oder Amphetaminen

Darüber hinaus können lebenslange Schlafstörungen auftreten ohne eine erkennbare Ursache (idiopathische Insomnie). Auch können Menschen ihr Schlafverhalten als gestört empfinden, obwohl ein objektiver Nachweis einer Schlafstörung fehlt (Pseudoinsomnie).

Welche Untersuchungsmethoden stehen zur Verfügung?

Zur Erkennung und auch Unterscheidung der einzelnen Unterformen einer Schlafstörung bedarf es einer genauen Erhebung der Krankengeschichte. Art und Dauer der Schlaflosigkeit sind von Interesse sowie die äußeren Lebensumstände. So kann ein geführtes Schlaftagebuch bei der Ursachenfindung behilflich sein. Hier können Sie alle Informationen über Schlafrhythmus, Erholsamkeit des Schlafs, nächtliche Beschwerden sowie der täglichen Schlafdauer festhalten. Auch weiterführende Untersuchungen sind ratsam, um eine Grunderkrankung abzuklären. Weiterhin kann eine spezielle Beobachtung in einem Schlaflabor nötig sein. Hier stehen Ihnen schlafmedizinischen Experten zur Seite. Auch Selbsttests zur Ermittlung eines Stressprofils oder bezüglich psychischer Erkrankungen wie Burnout stehen Ihnen zur Verfügung. Diese Selbsttests sind bequem von zu Hause durchführbar und Sie erhalten ein Testergebnis per Post .

Welche Therapiemöglichkeiten gibt es?

Die Behandlung orientiert sich an der Ursache der Schlafstörung. Ist sie die Folge einer Grunderkrankung muss diese behandelt werden. Zusätzlich kann eine kurzfristige Therapie mit Medikamenten gegen die Schlaflosigkeit in Absprache mit einem Arzt erfolgen. Sind äußere Umstände wie Lärm schuld, ist es ratsam diese zu minimieren oder abzuschalten. Auch eine psychologische Beratung zum Thema Schlaf oder eine Verhaltenstherapie kann in vielen Fällen helfen.

Wie kann man Schlaflosigkeit vorbeugen?

Es gibt einige Tipps, die Sie im Alltag befolgen können, um einer Schlafstörung vorzubeugen:

  • Verzichten Sie abends auf schwer verdauliches oder zu scharfes Essen
  • Versuchen Sie, 4-6 Stunden vor dem Schlafengehen auf Getränke wie Kaffee, Tee oder Cola zu verzichten
  • Verzichten Sie vor dem Schlafengehen und während der Nacht auf das Rauchen
  • Übermäßiger Alkoholkonsum kann das Durchschlafen stören
  • Versuchen Sie, regelmäßige Schlafzeiten einzuhalten
  • Verzichten Sie lieber auf einen Tagesschlaf, der länger als 15 min dauert
  • Achten Sie auf die äußeren Umstände im Schlafzimmer wie Raumtemperatur (optimal sind 18°), Dunkelheit und Ruhe
  • Arbeiten im Bett, v.a. das Benutzen technischer Geräte, sollten Sie vermeiden
  • Sie können Entspannungstechniken nutzen, um kreisende Gedanken, die Sie am Einschlafen hindern im Bett zu umgehen
  • Evtl. kann ein Notizblock neben dem Bett helfen, Dinge zu notieren, die Sie nicht vergessen wollen und sich anschließend besser entspannen zu können.
  1. PASSENDE SELBSTTESTS