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Symptom - Stimmungsschwankungen

Stimmungsschwankungen Themenbild

Von traurig bis euphorisch können Stimmungen schwanken und sind Bestandteil unseres Lebens. Jedoch können starke Schwankungen die Lebensqualität betroffener Personen beeinflussen und behandlungsbedürftig werden.

Überblick

Die Stimmung wird in der Psychologie als ein länger andauernder Gefühlszustand beschrieben im Unterscheid zu dem Begriff Gefühl oder auch Emotion, die kürzer andauern. Allerdings sind auch Stimmungen situationsbezogenen Schwankungen unterworfen und von vielen Faktoren abhängig. Eine Stimmungsschwankung zeichnet sich durch einen Wechsel der Stimmung aus und tritt täglich bei jedem Menschen auf. Schwankungen sind also nicht zwingend ein Symptom für eine Erkrankung. Sie können jedoch vermehrt und unangemessen stark bei bestimmten Erkrankungen auftreten. Starke Schwankungen mit einem raschen Wechsel der Stimmungslage werden auch als Stimmungslabilität bezeichnet. Sind die Schwankungen mehr als nur normale Launen und mindern die Lebensqualität der betroffenen Person, werden sie medizinisch relevant und behandlungsbedürftig.

Welche Ursachen gibt es?

Die Ursachen für Stimmungsschwankungen können vielfältig sein. Es kann sich um alltägliche Schwankungen handeln, die physiologisch sind keinen erkennbaren Grund aufweisen. Auch der individuelle Hormonhaushalt wirkt sich auf die Stimmung aus und ist Teil des Lebens. In verschiedenen Phasen können hormonelle Schwankungen besonderen Einfluss nehmen:

  • Während der Pubertät machen Jugendliche eine Entwicklungskrise mit häufigen Stimmungsschwankungen durch
  • Im Verlauf des weiblichen Zyklus treten monatlicheSchwankungen auf
  • In der Schwangerschaft ist die Stimmung durch hormonelle Umstellungen sowie durch die veränderten Lebensumstände beeinflusst
  • Im Wochenbett nach der Geburt kann der sogenannte Baby-Blues auftreten, der durch die plötzlichen hormonellen Veränderungen und durch die neue fremde Lebenssituation verursacht wird. Mütter leiden in dieser Zeit unter Stimmungsschwankungen sowie Überempfindlichkeit und fühlen sich häufig überfordert mit der neuen Situation.
  • Während den Wechseljahren erfolgt eine Umstellung im Östrogenhaushalt der Frau. Diese kann u.a. mit dem Symptom der Stimmungsschwankung verbunden sein.

Auch verschiedene Erkrankungen können die Ursache für häufige oder verstärkte Schwankungen sein:

  • Starke psychische Belastungen oder psychische Traumata wie sexueller Missbrauch in der Kindheit
  • Psychische Erkrankungen wie eine Depression. Betroffene haben häufig Schwankungen über den Tag, fühlen sich morgens besonders antriebslos und sind im Tagesverlauf bzw. abends in besserer Verfassung. Bei einer Boderline-Störung sind die betroffenen Personen emotional besonders instabil. Bei kleinsten Veränderungen kann die Stimmung umschlagen. Eine extreme Form tritt bei der sogenannten bipolaren affektiven Störung auf, die früher als manisch-depressive Erkrankung bezeichnet wurde. Erkrankte Personen durchleben Phasen der unangemessenen Euphorie und Phasen der tiefen Depression.
  • Schilddrüsenerkrankungen wie eine Überfunktion der Schilddrüse
  • Eine Demenzerkrankung
  • Tumore oder Arteriosklerose im Gehirn
  • Drogenkonsum oder Suchtkrankheiten wie Alkoholismus

Wann sollten Sie einen Arzt aufsuchen?

Sie sollten einen Arzt aufsuchen, wenn Sie unter Ihren Stimmungsschwankungen leiden oder Sie diese für unangemessen häufig oder stark halten.

Welche Untersuchungsmethoden stehen zur Verfügung?

In einem Gespräch wird Sie der Arzt zur Häufigkeit, Schwere und dem Verlauf Ihrer Stimmungsschwankungen befragen. Zusätzlich können kognitive Tests Hinweise auf eine Demenzerkrankung geben oder helfen eine mögliche Erkrankung wie eine Depression zu identifizieren.

Es stehen Ihnen auch unterschiedliche Selbsttests zur Verfügung, die Sie diskret zu Hause durchführen können. So können Sie eine mögliche Schwangerschaft mittels Urintest überprüfen. Auch ein Hormonprofil über verschiedene Geschlechtshormone kann mittels Selbsttest erstellt werden so z.B. zur Feststellung der Wechseljahre bei der Frau. Ein  Stressprofil lässt sich mit der Hilfe von einem Selbsttest bestimmen und kann Hinweise auf eine psychische Erkrankung wie z.B. auf eine Depression geben.

Welche Therapiemöglichkeiten gibt es?

Die Therapie richtet sich dabei nach der Ursache der Stimmungsschwankungen. Bei einer Grunderkrankung mit organischer Ursache sollte eine Therapie unter medizinischer Beobachtung erfolgen. Handelt es sich um Stimmungsschwankungen, deren Ursache in einer psychischen Erkrankung liegt, können eine Therapie mit Medikamenten sowie psychotherapeutische Hilfe ratsam sein. So können Medikamente wie Antidepressiva, die bei einer Depression zum Einsatz kommen, in den Stoffwechsel im Gehirn eingreifen und so die Stimmung beeinflussen.

  1. PASSENDE SELBSTTESTS