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Symptom - Verdauungsprobleme

Verdauungsprobleme Themenbild

Jeder Mensch hat im Laufe seines Lebens Beschwerden mit der Verdauung. Häufig treten sie nur vorübergehend auf und basieren auf falscher Ernährung oder einem Infekt. Jedoch können Verdauungsbeschwerden auch chronisch werden und rauben dem Körper viel Energie. Ernsthafte Erkrankungen müssen daher abgeklärt und behandelt werden.

Überblick

Unsere tägliche Verdauung ist ein komplexer Prozess, an dem unterschiedliche Organe beteiligt sind. Nährstoffe aus der Nahrung müssen aufgeschlossen, verarbeitet und transportiert werden damit die Organe und Zellen im Körper jeden Tag mit den benötigten Nährstoffen versorgt werden. Verdauungsbeschwerden können sich in unterschiedlichen Symptomen bemerkbar machen, die vorrübergehend auftreten oder aber über einen längeren Zeitraum bestehen bleiben. Dabei können Beschwerden nach kurzer Zeit von alleine wieder verschwinden oder aber werden behandlungsbedürftig.

Welche Symptome treten auf?

Die Symptome können einzeln oder in Kombination, kurzzeitig oder über einen längeren Zeitraum auftreten:

  • Völlegefühl
  • Blähungen
  • Verstopfung
  • Durchfall
  • Schmerzen im Bauchraum
  • Sodbrennen
  • Erbrechen

Ein Völlegefühl ist gekennzeichnet durch einen aufgetriebenen Bauch und entsteht wie Blähungen auch durch eine verstärkte Gasproduktion im Magen-Darm-Trakt.

Dem Nahrungsbrei wird im letzten Darmabschnitt, dem Dickdarm, Flüssigkeit entzogen und somit eingedickt. Bei einer Verstopfung wird zu viel Flüssigkeit entzogen, der Stuhl wird hart und kann schwer ausgeschieden werden. Bei Durchfall ist das Gegenteil der Fall. Der Nahrungsbrei durchläuft die Darmpassage zu schnell und führt zu einer frühzeitigen Ausscheidung. Der Stuhl ist breiig bis wässrig und die betroffene Person muss mehrfach am Tag auf die Toilette. Es können auch Durchfall und Verstopfung chronisch abwechselnd auftreten verbunden mit Blähungen.

Schmerzen in der Magengegend sowie im unteren Bauchbereich können isoliert oder in Verbindung mit allen anderen Symptomen vorkommen und sind häufig krampfartig.

Bei Sodbrennen tritt ein brennendes, schmerzhaftes Gefühl aufsteigend von der Magengegend auf. Dieses unangenehme Gefühl reicht bis in die Rachengegend und ist häufig verbunden mit bitterem Aufstoßen.

Das Erbrechen führt zu einer Entleerung des Mageninhalts über die Speiseröhre und den Mund. Auch hierbei kommt es zu einer Reizung durch die Magensäure, die einen bitteren Geschmack und ein brennendes Gefühl in Hals und Mund hinterlässt.

Welche Ursachen gibt es?

Die Ursachen der Symptome sind sehr vielfältig. Kurzfristig auftretende Symptome wie Erbrechen oder Durchfall dienen meist der Ausscheidung von giftigen Nahrungsbestandteilen und sind ein sinnvoller Mechanismus vom Körper, sich schnell von schädlichen Substanzen zu befreien wie z.B. bei verdorbenen Lebensmitteln. In Verbindung mit allgemeinen Symptomen wie Abgeschlagenheit, Unwohlsein oder sogar Fieber kann ein Magen- Darm-Infekt vorliegen.

Auch die Ernährung spielt eine große Rolle. So kann eine ungesunde und einseitige Ernährung mit vermehrt zuckerhaltigen, sauren oder fettigen Nahrungsmitteln zu Sodbrennen, einem Völlegefühl, Blähungen, Durchfall oder Verstopfung führen. In Kombination mit anderen Faktoren wie Stress oder bakteriellen Infektionen kann eine falsche Ernährung längerfristig zu Erkrankungen wie einer Magenschleimhautentzündung (Gastritis) führen. Einige Nahrungsmittel oder Bestandteile von Lebensmitteln können Unverträglichkeitsreaktionen hervorrufen so wie histaminhaltige Lebensmittel (Käse oder Rotwein), Gluten, Frucht- (Fruktose) oder Milchzucker (Laktose). Auch eine Fehlbesiedlung der Darmflora z.B. mit einem Darmpilz kann Verdauungsbeschwerden hervorrufen verursacht durch eine falsche Ernährung oder eine Antibiotikaeinnahme.

Treten Symptome wie krampfartige Schmerzen, Blähungen, ein Völlegefühl mit Durchfall oder Verstopfung auf kann ein sogenanntes Reizdarmsyndrom vorliegen. Die Symptome können nur gelegentlich, häufig oder in Verbindung mit z.B. Stress auftreten. Auch andere chronische Erkrankungen wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa gehen mit Verdauungsbeschwerden einher und müssen vom Arzt abgeklärt werden.

Auch eine Krebserkrankung im Magen oder Darm kann mit einigen der genannten Symptomen einhergehen und sollte durch eine Untersuchung frühzeitig abgeklärt werden. Bei einem Tumor im Magen treten häufig Erbrechen und Oberbauchbeschwerden auf, die mit weiteren Symptomen wie Appetitlosigkeit und Gewichtsverlust vergesellschaftet sind. Der Darmkrebs befindet sich meist im Bereich des Dickdarms. Die Beschwerden reichen von Bauchschmerzen, Stuhlunregelmäßigkeiten bis hin zu Blut im Stuhl. Ein Selbsttest kann entscheidend bei der Früherkennung beitragen.

Wann sollten Sie einen Arzt aufsuchen?

Sie sollten einen Arzt aufsuchen, wenn die auftretenden Symptome nicht nach kurzer Zeit nachlassen oder Ihnen die Ursache unklar ist. Suchen Sie auch professionelle Hilfe, wenn sich die Beschwerden verschlimmern oder wiederholt auftreten. Da die Ursachen vielfältig sind, bedarf es einer gründlichen Untersuchung.

Welche Untersuchungsmethoden stehen zur Verfügung?

Der behandelnde Arzt wird Ihnen zunächst einige Fragen zu Ihren Lebensumständen, der Ernährung und zu den bestehenden Symptomen stellen. Eine allgemeine Untersuchung sowie ein Blutbild oder eine Untersuchung des Stuhls können evtl. schon erste Hinweise geben. Gegebenenfalls werden Sie zur weiteren Abklärung an einen Spezialisten überwiesen. Diese können weitere Untersuchungstechniken wie eine Magen- oder Darmspiegelung durchführen.

Auch einige Selbsttests stehen Ihnen zur Verfügung, die Sie diskret von zu Hause aus durchführen können. So können Sie z.B. mittels einer Stuhlprobe Ihre Darmflora untersuchen lassen oder eine mögliche Unverträglichkeit auf Nahrungsmittel testen lassen.

Welche Therapiemöglichkeiten gibt es?

In vielen akuten Fällen reicht eine kurzfristige Behandlung mit Medikamenten oder die Anwendung von Hausmitteln wie Wärme, Schonkost oder Kräutertee aus.  Auch eine Umstellung der Ernährungsgewohnheiten sowie Stressreduktion durch Sport oder Entspannungstechniken können in vielen Fällen sehr hilfreich sein.

Liegt jedoch eine chronische Erkrankung vor bedarf es einer längerfristigen medizinischen Therapie unter regelmäßiger Beobachtung.

  1. PASSENDE SELBSTTESTS