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Was Ihr Gewicht mit Ihrer Gesundheit zu tun hat & wie man gesund abnimmt

In diesem Kleid sehe ich zu dick aus! Ich muss noch etwas abnehmen für den Sommerurlaub! Nein, heute kein Eis – ich bin auf Diät! Einen dieser Sätze oder etwas Ähnliches hat wahrscheinlich jeder von uns schon einmal gesagt. Bei den meisten handelte es sich jedoch wahrscheinlich um die subjektive Wahrnehmung und nicht um ein wirkliches Gewichtsproblem.

Das Schönheitsideal der letzten Jahrzehnte gibt einen schlanken, fast schon mageren Körper vor, dem viele meist junge Frauen hinterher hungern. Das ist das eine Extrem. Auf der anderen Seite werden die Deutschen, genauso wie viele andere Industrienationen, immer dicker. Fast die Hälfte der Frauen in Deutschland und 64 Prozent der Männer sind adipös oder übergewichtig.
Weder Übergewicht noch Untergewicht ist gesund – doch was ist ein gesunder und fitter Körper und wie bekommt man ihn?

 

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Der Body-Mass-Index, kurz BMI genannt, ist eine Formel zur Berechnung des Körpergewichts im Verhältnis zur Körpergröße. Die Formel, die von Adolphe Quetelet erfunden wurde, ist vor allem dazu da, auf Über- oder Untergewicht hinzuweisen und davor zu warnen. Berechnet wird die Größe, indem das Körpergewicht durch die Körpergröße im Quadrat geteilt wird.

Allgemein gilt, dass ein BMI von 19 bis 25 als normal angesehen wird. Bei einem Body-Mass-Index unter 19 gilt man als untergewichtig und bei einem BMI über 25 ist ein Hang zu Übergewicht festzustellen. Werte über 30 deuten darauf hin, dass die Person an Fettleibigkeit leidet.

Die Werte sind natürlich von verschiedenen Faktoren abhängig, zum Beispiel vom Alter oder Geschlecht. Der BMI ist allgemein bei Männern höher, da hier eine im Durchschnitt größere Muskelmasse vorliegt. Die Tabelle zeigt die Unterschiede des BMI bei Frauen und Männern:

BMI weiblichBMI männlich
Untergewicht
Unter 19 Unter 20
Normalgewicht
19 – 24 20 – 25
Übergewicht
25 – 30 26 – 30
Adipositas
31 – 40 31 – 40
Starke Adipositas
Größer als 40 Größer als 40
 

Übergewicht

Übergewicht birgt viele Gefahren für den Körper. Vor allem Herz, Kreislauf, Gelenke und Bänder sind stark durch das Gewicht belastet. Außerdem funktionieren bei Menschen mit Übergewicht oder Adipositas die Fettzellen nicht mehr richtig und der Informationsaustausch zu anderen Organen ist somit gestört. Vermehrtes Bauchfett und Krankheiten wie Typ-2-Diabetes und Arteriosklerose sind die Folge. Vor allem bei Kindern und Jugendlichen sollte stets das Gewicht beobachtet werden. Eine Neigung zu Übergewicht in jungen Jahren kann sich negativ auf die Knochen und die Entwicklung auswirken.

Jedes dritte Mädchen zwischen 14 und 16 Jahren hat Symptome einer Essstörung.

Untergewicht

Untergewicht ist nicht minder gefährlich als Übergewicht und kann in letzter Konsequenz sogar zum Tod führen. Vor allem junge Frauen und Mädchen leiden unter dem Wunsch dünn zu sein, um dem Idealbild nahezukommen, das ihnen in Magazinen, Werbungen und Fernsehsendungen vermittelt wird.

Oft ist dieser Wunsch so stark, dass daraus eine Essstörung entsteht. Essstörungen sind insbesondere in jungen Jahren gefährlich, da sie bei Kindern und Jugendlichen eine verringerte Knochendichte, vermindertes Längenwachstum oder eine gestörte Hirnreifung nach sich ziehen können.

 

Viele Menschen, die abnehmen wollen, möchten ihr Ziel möglichst schnell erreichen. Frauenzeitschriften, Online-Plattformen und TV-Spots erwecken den Anschein, dass das realistisch und einfach zu schaffen ist und locken mit Versprechungen wie: Zehn Kilo in zwei Wochen.

Nur wer seine Ernährung radikal umstellt und ein hartes Sportprogramm durchzieht, hat eine Chance, diese hochgesteckten Ziele zu erreichen. Doch radikale Schritte überfordern oft den eigenen Körper und schaden somit der Gesundheit.

Bei Übergewicht werden Herz, Kreislauf und Gelenke bedeutend mehr belastet und plötzliche schweißtreibende Sportübungen können den sowieso schon angeschlagenen Körper völlig überanstrengen.

Auch Crashdiäten schaden dem Körper eher, als dass sie helfen. Die vorgesehenen Essrationen versorgen den Körper meist nicht ausreichend mit lebenswichtigen Nährstoffen und schaden somit schon nach wenigen Tagen der Gesundheit. Auch liefern sie viel zu wenige Kalorien und trainieren damit den Körper darauf, möglichst sparsam mit Kalorien umzugehen, d.h. möglichst wenige zu verbrennen. Dieses Sparprogramm behält der Körper bei, auch wenn wieder ganz normal gegessen wird. Das führt dazu, dass man nach der Diät sehr schnell wieder zunimmt.

Man spricht vom sogenannten Jojo-Effekt.

Tagebuch über die eigene Ernährung führen:
Aus welchen Gründen und in welchen Situationen man Essen zu sich nimmt, findet man am besten heraus in dem man ein Ernährungstagebuch führt. Darin wird alles notiert, was man zu sich nimmt sowie die Gefühle, die einen zum Essen verleiten. Diese Vorgehensweise hilft sein Essverhalten zu reflektieren und sich bewusster zu ernähren.

Schlechte Gewohnheiten aufdecken und ändern:
Unsere Gewohnheiten dominieren und bestimmen unseren Alltag mehr als wir    denken. So ist es auch mit Essgewohnheiten. Indem man sich diese Essgewohnheiten bewusst macht, kann man sie überdenken und versuchen, sie zu ändern. Außerdem sollte man sich vor dem Naschen fragen: 'Habe ich wirklich Hunger?' Nach ungefähr zehn Minuten ist das Hungergefühl meistens schon wieder verflogen.

Alternativen zum Essen finden
Menschen essen oft um andere Bedürfnisse zu kompensieren, wie zum Beispiel Langeweile, Kummer oder Stress. Dabei sind andere Wege viel hilfreicher, um mit schlechten Gefühlen umzugehen. Zum Beispiel Gespräche mit Freunden über seine Probleme.

Gegen Langeweile oder Stress hilft vor allem aktiv zu werden und sich zu bewegen. Vor allem Ausdauertraining ist ein wunderbares Mittel, um hungerfördernde Stresshormone im Körper zu kompensieren.