Fehler! Es können nur maximal 4 Artikel verglichen werden.
Ihr Artikel wurde der Vergleichsliste hinzugefügt.

 

Wenn Alkohol zur Sucht wird

Ein Schlückchen in Ehren - sollte man manchmal verwehren. Denn Alkohol ist die gesellschaftlich akzeptierteste Droge und dabei vergisst man manchmal, was für eine Gefahr sich dahinter verbirgt. Die Grenze zwischen Sucht und Gewohntheit ist sehr dünn und verwischt leichter, als man denkt.

Ob Alkohol, Drogen, Nikotin oder Glücksspiel – Menschen können nach den verschiedensten Sachen süchtig sein. Dies kann unterschiedliche Gründe und Ursprünge haben: Stress, Trauer, Verzweiflung oder einfach nur Gewohnheit. Doch es ist nicht immer einfach, diese Sucht zu erkennen oder sich einzugestehen. Die Grenzen zwischen belanglosem Genuss, gefährlichem Konsum und totaler Abhängigkeit sind nämlich fließend. Die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen, kurz DHS, hat sechs Merkmale zusammen gestellt, die auf eine Sucht hinweisen können. Wenn drei der folgenden Hinweise zutreffen, kann von einer Suchterkrankung die Rede sein.

 

Merkmale Alkoholsucht ButtonGefahren Alkoholsucht ButtonKaloriengehalt Alkohol Button

 

1. Starker Zwang oder Wunsch
Wenn ein Mensch das starke Verlangen verspürt, eine Substanz immer wieder zu konsumieren oder etwas wiederholt zu tun, ist dies das erste Anzeichen einer Sucht. Auch wenn noch keine körperliche Abhängigkeit vorhanden ist, also noch keine Entzugserscheinungen beim Unterlassen des Konsums auftreten, sondern derjenige ‚nur’ psychisch abhängig ist, kann ein solches Verlangen zu Tage treten.

2. Verlust der Kontrolle
Auch der Kontrollverlust des Konsumierenden ist ein eindeutiger Hinweis auf eine Sucht. So schwindet die Selbstreflektion über Anfang und Ende des Konsums sowie über die Menge der Substanz, die konsumiert wird. Auch die Folgen des eigenen Verhaltens werden ausgeblendet oder unterschätzt. So wird zum Beispiel ein Kaufsüchtiger immer weiter kaufen, ohne Rücksicht auf die eigenen finanziellen Mittel.

3. Unfähigkeit zur Abstinenz
Auf den Kontrollverlust folgt schnell die Abstinenzunfähigkeit. Selbst wenn die Sucht bereits schwerwiegende soziale, finanzielle oder gesundheitliche Folgen mit sich gezogen hat, ist der Süchtige nicht in der Lage, auf seine Droge zu verzichten.

4. Bildung von Toleranz
Menschen, die in einer Sucht gefangen sind, müssen die Menge ihrer Droge immer weiter steigern, um die gleiche Wirkung zu verspüren. Dies ist ein ewiger Kreislauf: Der Körper und die Psyche des Betroffenen gewöhnen sich an die Droge, der Konsum steigt stetig.

5. Entzugserscheinungen
Die Entzugserscheinungen einer Droge sind sehr unterschiedlich, je nachdem wie hart die Droge ist und wie schwerwiegend sie sich auf Körper und Psyche auswirkt. Heroin, aber auch Alkohol sind harte Drogen, deren Entzugserscheinungen von relativ leichten Symptomen wie Frieren, Zittern oder Schwitzen bis hin zu Gliederschmerzen, Halluzinationen, Schlafstörungen oder Kreislaufzusammenbrüchen reichen können. Doch auch Verhaltenssüchte, die sich eher auf die Psyche als auf den Körper auswirken, können Entzugserscheinungen hervorrufen, wie zum Beispiel Aggressivität oder Nervosität.

6. Abkehr vom Sozialleben
Mit der Zeit bestimmt die Droge immer mehr und mehr über das Leben des Betroffenen. So verlieren Abhängige oft das Interesse an anderen Aktivitäten wie Hobbys, soziale Kontakte oder dem Beruf. Die Droge wird somit zum wichtigsten Bestandteil des Lebens.

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, kurz BzgA, nennt sechs Anzeichen einer Sucht, die auch von Angehörigen oder Bekannten erkannt werden können:
1. Häufige Schweißausbrüche, 2. Schlafstörungen, 3. Konzentrationsstörungen, 4. Körperliche Verwahrlosung, 5. Unruhe und 6. Händezittern.
 

Alkohol ist die weitverbreitetste Droge Deutschlands. Im Durchschnitt trinkt jeder Deutsche pro Jahr zehn Liter reinen Alkohol. Alkohol ist eine gesellschaftlich akzeptierte Droge und gehört zu vielen gesellschaftlichen Anlässen dazu. Somit kommt man schnell und schon in jungen Jahren mit der Substanz in Kontakt. Gegen ein oder zwei Gläser ist auch nichts einzuwenden, doch der rechte Umgang und das richtige Maß an Alkohol muss gelernt sein.
Rund 9,5 Millionen Menschen in Deutschland konsumieren Alkohol in gesundheitlich riskanter Weise, zeigt der epidemiologische Suchtsurvey. Davon sind etwa zwei Millionen Menschen missbräuchlich Konsumierende und ca. 1,3 Millionen alkoholabhängig. Vor allem unter Jugendlichen ist Alkohol ein schwerwiegendes Problem: So wurden 2010 etwa 26.000 Kinder und Jugendliche im Krankenhaus wegen Alkoholmissbrauch behandelt.

Alkohol hat eine starke Wirkung auf den menschlichen Körper. Es ist ein Zellgift, welches über die Leber wieder abgebaut werden muss. Schon nach dem ersten Schluck gelangt die Substanz in die Blutbahnen und breitet sich schnell im gesamten Körper aus.
Die Wirkungen von Alkohol sind:

  • Wahrnehmungsverzerrung
  • Trübung des Urteilsvermögens
  • Abnahme des Konzentrationsvermögens
  • Senkung der Hemmschwelle
  • Gefühl von Sorglosigkeit

Im schlimmsten Fall endet Alkoholmissbrauch in einer Alkoholvergiftung, vor allem bei jungen Menschen, die noch keinen richtigen Umgang mit der Substanz gefunden haben. Doch auch bereits bei kleineren Mengen birgt Alkohol große Gefahren, zum Beispiel im Straßenverkehr. Auch im Umgang mit anderen Menschen kann der Konsum von Alkohol sich negativ auswirken: Die Aggressivität der Menschen steigt erheblich. Auf jeden Fall lässt sich sagen: Langfristiger Alkoholkonsum in zu großen Mengen schadet der Gesundheit, sowohl seelisch als auch körperlich. Folgende Krankheiten werden durch Alkoholmissbrauch verursacht oder verstärkt:

  • Fettleber
  • Akute Alkoholvergiftung
  • Nervenschädigungen
  • Alkoholpsychosen
  • Leberzirrhose
  • Leberentzündung
  • Magenkrebs
  • Leberkrebs
  • Speiseröhrenkrebs
  • Kehlkopfkrebs
  • Bauchspeicheldrüsenkrebs
  • Herzmuskelschwäche
  • Bluthockdruck
  • Depressionen
  • Alkohol-Embryopathie bei Kindern mit alkoholkranken Müttern
  • Alkoholbedingte Demenz
 

Alkoholsorte

Pils

 Hefe-Weizen

Bier-Mixgetränk

Klarer Schnaps

Sekt, Prosecco

Weißwein

Rotwein

Wodka

Alcopop

Kcal/100 ml (durchschnittlich)

45

43

34

215

80

68

80

231

68