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Geschlechtskrankheiten – immer mehr Leute haben sie, doch keiner möchte darüber reden. Seit der Jahrtausendwende ist die Anzahl der Infizierten deutlich gestiegen. Und auch wenn die Behandlungsmethoden immer erfolgreicher werden, sind einige von ihnen alles andere als harmlos und können im schlimmsten Fall zum Tod führen.

STD (Sexually Transmitted Diseases, oder auf Deutsch: sexuell übertragbare Krankheiten) werden auch als venerische Erkrankungen oder Infektionen bezeichnet. Die Ansteckungsgefahr dieser Krankheiten, die durch sexuellen Kontakt übertragen werden, wird umso höher, je öfter man seinen Partner wechselt. Durch Safer Sex, also beispielsweise den Gebrauch eines Kondoms, lässt sich das Risiko reduzieren.

Die Lehre, die sich mit STD auseinandersetzt, ist die Venerologie. Bei früher Diagnose und Behandlung weisen die meisten venerischen Erkrankungen eine gute Heilungschance auf. Doch eine Früherkennung ist selten, da die Symptome der meisten sexuell übertragbaren Krankheiten erst im späteren Verlauf auftreten.

 

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Klassische Geschlechtskrankheiten:

  • Gonorrhö (Tripper)
  • Syphilis (Lues)
  • Weicher Schanker (Ulcus molle)
  • Venerische Lymphknotenentzündung (Lymphogranuloma venereum, Lymphogranulomatosis inguinalis)

Viruserkrankungen:

  • Genitalherpes (Herpes genitalis)
  • HIV/AIDS
  • Hepatitis B
  • Genitalwarzen
  • Dellwarzen (Molluscum contagiosum)

Bakterielle Erkrankungen:

  • Bakterielle Vaginose
  • Chlamydieninfektionen (Chlamydia trachomatis)
  • Granuloma inguinale (Donovanosis)

Erkrankungen durch Parasiten:

  • Trichomonaden (Trichomoniasis vaginalis)
  • Krätze (Skabies)
  • Filzläuse
 

HIV/AIDS
Die wohl bekannteste und gefürchtetste sexuell übertragbare Erkrankung ist AIDS. Sie gehört zu den gefährlichsten der STD und wird durch das Humane Immunschwäche-Virus, kurz HI-Virus, ausgelöst. Dieses hartnäckige Virus kann sich in allen Körperflüssigkeiten befinden, besonders hoch konzentriert ist es jedoch im Blut und im Sperma sowie in der Vaginalflüssigkeit infizierter Frauen. Winzige, oft nicht sichtbare Verletzungen machen es den Erregern möglich, in den Organismus einzudringen. Eine Diagnose dieser Krankheit kann im Schnitt sechs bis zwölf Wochen nach dem sexuellen Kontakt festgestellt werden. Der Nachweis der Krankheit gelingt durch eine Überprüfung der HIV-Antikörper im Blut. Nach drei Monaten sollte ein Bestätigungstest durchgeführt werden. In dieser Zeit wird dringend dazu geraten, ausschließlich Safer Sex zu praktizieren.
Bis heute ist AIDS nicht heilbar. Es gibt heutzutage jedoch Medikamente, die die Lebenserwartung der Patienten erhöhen sowie die Lebensqualität verbessern können. Je früher die Diagnose gestellt wird, desto besser.

CHLAMYDIEN-INFEKTION
Chlamydien sind Bakterien in Kugelform. Diese Art von Infektion gehört zu den weltweit am häufigsten auftretenden STDs sowohl bei Frauen als auch bei Männer. Da viele der Infizierten kaum Beschwerden haben und daher die Infektion nicht bemerken, ist das Verbreitungsrisiko, sowie die Gefahr einer chronischen Erkrankung, sehr hoch. Der Erreger wird nicht nur über Geschlechtsverkehr übertragen. Auch schwangere Frauen können bei der Geburt die Infektion auf ihr Kind übertragen. Durch bestimmte Antibiotika lässt sich jedoch die Krankheit effektiv behandeln. Zwei bis vier Wochen sowie drei Monate nach der Behandlung ist ein Kontrollabstrich durch einen Arzt fällig, der somit ausschließen kann, dass weitere Erreger vorhanden sind. Chlamydien-Infizierte sind durch die Krankheit höher gefährdet, von anderen Erregern befallen zu werden. Deshalb sollte sich jeder an Erkrankte auf weitere sexuell übertragbare Krankheiten testen lassen.

SYPHILIS
Die sexuell übertragbare Krankheit Syphilis (Lues) wird durch Bakterien verursacht. Diese sind vom Typ Treponema pallidum. Die Syphilis-Erreger verbreiten sich nach der ersten Infektion über die Blutbahnen im gesamten Körper. Mit dem Antibiotikum Penicillin lässt sich Syphilis effektiv behandeln. Ein Syphilis-Test ist Teil der Routineuntersuchung bei schwangeren Frauen, da diese, falls sie infiziert sind, den Syphilis-Erreger an ihr Kind weitergeben können.

FEIGWARZEN
Die Verursacher der sexuell übertragbaren Krankheit Feigwarzen sind die sogenannten Humanen Papilloma-Viren (HPV). Zum Einsatz kommt dieses Virus auch bei der Entstehung von Krebs an den Geschlechtsorganen. Hier findet man das Virus besonders an Gebärmutterhals und Penis, aber auch beim Analkarzinom. Auch im Rachenraum oder in der Mundhöhle können sich Feigwarzen bilden.

Es gibt verschiedene Behandlungen dieser Krankheit: Cremes oder Tinkturen mit den Wirkstoffen Podophyllotoxin oder Imiquimod können dem Patienten bei einer Anwendung helfen. Auch eine chirurgische Abtragung kommt in Frage, entweder mit Laser oder Strom oder mit Hilfe einer Kälteanwendung mit flüssigem Stickstoff.

 

 

Übertragung

Sexuell übertragbare Krankheiten können auf folgende Arten übertragen werden:

  • gemeinsame Verwendung von Nadeln und Spritzen, zum Beispiel beim Drogenkonsum
  • Kontakt zu krankheitsbedingten Hautveränderungen
  • Austausch von Körperflüssigkeiten, vor allem beim sexuellen Kontakt
  • Übertragung des Erregers einer infizierten Mutter an ihr Kind bei dem Geburtsvorgang

Symptome:

Viele Geschlechtskrankheiten bleiben lange Zeit unbemerkt, da sie teils keine Symptome oder Schmerzen bei den Betroffenen verursachen. Es ist jedoch von hoher Bedeutung, dass sexuell übertragbare Krankheiten so schnell wie möglich diagnostiziert werden, damit sie schnell und effizient behandelt werden können. Bei folgenden Symptomen sollte daher umgehend ärztliche Beratung hinzugezogen werden:

  • Jucken oder Brennen der Genitalien, vor allem beim Wasserlassen oder beim Geschlechtsverkehr
  • veränderter Ausfluss bei der Frau und genereller Ausfluss beim Mann
  • Hautveränderungen (am ganzen Körper möglich), zum Beispiel Warzen, Ausschlag, Blasen
  • Blutungsstörungen bei der Frau
  • Unterleibsschmerzen

Vorbeugen

Jeder Mensch, der sexuell aktiv ist, ist nicht zu 100 Prozent davor bewahrt sich mit einer sexuell übertragbaren Krankheit anzustecken. Einige Punkte verringern das Risiko sich zu infizieren jedoch enorm:

  • Verwendung eines Kondoms
  • regelmäßige Intimhygiene (im äußeren Genitalbereich sollte man sich nur mit Wasser oder einer pH-neutralen Seife waschen)
  • bei jeglichen Beschwerden wie Juckreiz, Hautveränderungen oder Brennen im Genitalbereich so schnell wie möglich einen Arzt aufsuchen
  • Gegen einige Geschlechtskrankheiten gibt es Impfungen, zum Beispiel gegen Hepatitis-B. Auch vor Feigwarzen kann man sich mit einer HPV-Impfung schützen und so das Risiko verringern an Gebärmutterhalskrebs zu erkranken.


Besonders bei häufig wechselnden Sexualpartnern sind diese Punkte zu beachten. Zu Anfang einer festen Beziehung sollten Geschlechtskrankheiten ausgeschlossen werden, damit ungeschützter Sex möglich ist.

Drogen konsumierende Personen sollten auf einen gemeinsamen Gebrauch von Nadeln und Spritzen verzichten.