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Hormone im Gleichgewicht

Hormone regulieren viele Funktionen im menschlichen Organismus. Es ist ein empfindliches Zusammenspiel eines ganzen Systems aus vielen verschiedenen Komponenten. Gerät ein Hormon aus dem Gleichgewicht, hat das viele Auswirkungen auf die unterschiedlichen Bereiche des Körpers und äußert sich in verschiedenen Symptomen. Vielen Betroffen ist nicht sofort klar, dass es sich um eine hormonelle Störung handelt. In unterschiedlichen Lebensphasen sind Hormonumstellungen besonders zu spüren, so in der Pubertät, der Schwangerschaft, den Wechseljahren und im Altersprozess.

Für einen reibungslosen Ablauf aller Funktionen in unserem Körper, bedarf es einer guten Koordinierung und Steuerung aller Zellen. Wesentlich sind hierfür unser Nerven- und Hormonsystem verantwortlich. Während unser Nervensystem Befehle über elektrische Impulse im Körper sendet, benötigt unser Hormonsystem dafür Botenstoffe - die sogenannten Hormone.

 

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Hormone sind biochemische Botenstoffe, die von bestimmten Organen wie der Nebennierenrinde, Bauchspeicheldrüse (Pankreas), Schilddrüse, den Eierstöcken bzw. beim Mann den Hoden und der Hypothalamus und Hirnanhangsdrüse (Hypophyse) produziert werden. Sie werden über die Blutbahn im Körper verteilt und übermitteln bestimmte Aufträge.

So beeinflussen Sie Gefühle aber auch das Handeln von Menschen. So werden wir fröhlich oder traurig, aktiv oder schläfrig. Unsere Hormone beeinflussen aber auch unsere sexuelle Aktivität bzw. das Lustempfinden, aber auch lebenswichtige Dinge, wie unser Hunger- und Durstempfinden werden so gesteuert.

Nur ein ausgeglichenes Hormonsystem kann die optimale Leistung für unsere Gesundheit, Wohlbefinden und unsere Leistungsfähigkeit hervorbringen. Ein Ungleichgewicht entsteht z.B. durch eine falsche bzw. ungesunde Ernährung, Bewegungsmangel, Hektik oder Stress oder auch durch die Reizüberflutung der heutigen Medien. Bei andauernden Störfaktoren kommt es zu einer Hormonstörung.

Was sind die wichtigsten Hormone für den menschlichen Organismus? Was sind die Funktionen?  
Schätzungen zufolge besitzt der Mensch mehrere Tausend verschiedene Hormone. Bislang konnten aber nur ca. 150 gefunden werden. Bis heute sind noch nicht alle Hormone und Ihre Funktionen erforscht. Die bisher wichtigsten sollen hier einmal vorgestellt und ihre Funktion erläutert werden.

Geschlechtsneutrale Hormone

Cortisol ist das sogenannte „Stresshormon“. Es ist ein Steroidhormon (Steroide, die als Hormone wirken), das in der Nebenniere aus Cholesterin gebildet wird. Es wird vermehrt bei Stress ausgeschüttet und wirkt bei vielen verschiedenen Stoffwechselprozessen mit. So fördert es den Kohlenhydratehaushalt, den Fettstoffwechsel und die Umsetzung von Proteinen im Körper. Sowohl ein Mangel als auch ein Überschuss hat Folgen für den Körper. So kann ein geringer Cortisolgehalt zu einer verminderten Reaktionsfähigkeit in gefährlichen Situationen führen. Ein überschüssiger Gehalt hingegen hat auf Dauer einen chronisch erhöhten Blutzucker, erhöhte Anfälligkeit für Infekte und Übergewicht zur Folge.

Dehydroepiandrosteron (DHEA) ist ebenfalls ein Steroidhormon und kommt am häufigsten im menschlichen Körper vor. Es ist die Vorstufe der Geschlechtshormone und agiert je nach hormoneller Lage als ein Androgen (männliches Sexualhormon) oder als Estrogen/Östrogen (weibliche Sexualhormone). Es wirkt dem Stresshormon Cortisol entgegen und hält dieses in Schach. Es unterstützt den Körper beim Muskelaufbau, fördert die Fettverbrennung und wirkt Entzündungen entgegen. Aufgrund seines Verjüngungseffekts wird das DHEA auch das „Jungbrunnenhormon“ genannt. Anhand von Studien konnte herausgefunden werden, dass es das Wohlbefinden und die Leistungsfähigkeit steigert. Im Laufe des Alters (ab 30 Jahre) nimmt der Gehalt der DHEA im Körper stetig ab.
Ein DHEA-Mangel äußert sich in sexueller Lustlosigkeit, Konzentrationsproblemen und vermehrter Infektanfälligkeit.

Melatonin – „Schlafhormon“ – reguliert unseren Schlaf-Wach-Rhythmus.
Mit der Dunkelheit kommt auch die Müdigkeit. Grund ist die vermehrte Ausschüttung des Hormons Melatonin. Nachts kommt es zu einer 10 Mal höheren Melatoninkonzentration im Körper als am Tag. Dadurch wird das Wachstumshormon vermehrt ausgeschüttet und das Immunsystem stimuliert.
Ein Melatoninmangel oder –überschuss haben also Folgen für das Immunsystem und den Schlafrhythmus. So kann es zu Einschlaf- und Durchschlafstörungen aber auch zu einer chronischen Tagesmüdigkeit kommen.
Gewichtszunahme kann auch aus einer chronischen Störung der Melatoninkonzentration resultieren.

Serotonin – „Glückshormon“ – beeinflusst unsere Gefühlswelt maßgeblich.
Serotonin ist ein Produkt des Triptophanstoffwechsels. Es wirkt antidepressiv, stimmungsaufhellend und entspannend, da es stark an der Stressverarbeitung beteiligt ist. Depressiven Menschen werden häufig Antidepressiva verschrieben, die unter anderem aus einem Seroton-Wiederaufnahmehemmer bestehen. So wird dafür gesorgt, dass die Konzentration von Serotonin bei dem betroffenen Menschen im Gehirn erhöht ist und seine Wirkung länger entfalten kann. 
Ein Mangel des Hormons beeinflusst aber nicht nur unsere Gefühle, sondern kann auch zu krankhaften Muskelverspannungen (Fibromyalgie) und Schlafstörungen führen.

Adrenalin und Noradrenalin  sind Neurohormone, die die eigene Stimmung, Vitalität und die Bewältigung von Stress beeinflussen.

Geschlechtsspezifische Hormone

Östrogene
Hierbei handelt es sich um die weiblichen Geschlechtshormone. Das am häufigsten vertretende Östrogen ist das Hormon Östradiol. Es beeinflusst maßgeblich den monatlichen weiblichen Zyklus. Die Östradiolkonzentration ist zur Zeit des Eisprungs am höchsten und während der Regel am niedrigsten. Kommt eine Frau in die Wechseljahre, in denen die Eierstöcke ihre Funktion immer weiter einstellen, so ist der Östradiolwert kaum mehr messbar.

Zu Beginn des weiblichen Zyklus ist der Östradiolwert jedoch nur unwesentlich höher als der bei Männern. Denn neben den geschlechtsspezifischen Funktionen übernimmt Östradiol auch wichtige Aufgaben für den ganzen Organismus. Verständlich, dass ein Östradiolmangel so nicht nur negative Effekte auf den weiblichen Körper sondern auch auf den Mann haben kann.

Östrogene haben einen starken Einfluss auf die Gefäßelastizität und somit auch auf die Pumpleistung des Herzens. Der Blutfluss im Gehirn und das Wachstum der Nervenzellen werden sowie die Zellverbindungen auch, verbessert und der Körper wird durch Östrogene vor freien Radikalen geschützt. Auch der Fett- und der Zuckerstoffwechsel werden positiv von Östrogenen beeinflusst. Für die Haut haben Östrogene eine feuchtigkeitsspendende Funktion und wirken so verjüngend.

Da Östrogene die Aktivität von Serotonin erhöhen kann, können sie auch bei der Einnahme von Antidepressiva die Wirkung von Serotonin-Wiederaufnahmehemmern (SSRIs) oder von 5-HTP erhöhen.

Progesteron
Dieses Hormon wird auch „Gelbkörperhormon“ genannt und wird hauptsächlich in den Eierstöcken der Frau oder während der Schwangerschaft in der Placenta produziert. Es bereitet die Gebärmutterschleimhaut in der zweiten Phase des Zyklus auf eine mögliche Schwangerschaft vor. Es hilft der befruchteten Eizelle, sich in der Gebärmutterschleimhaut einzunisten und ist dafür zuständig, dass nach Befruchtung der Eizelle keine neuen Follikel mehr gebildet werden. So wird die Schwangerschaft stabil gehalten. Fällt der Progesteronwert ab und entsteht ein Hormonmangel in den anfänglichen Wochen der Schwangerschaft, ist die Gefahr einer Fehlgeburt besonders hoch.

Ein Hormonmangel hat auch neben der Schwangerschaft negative Effekte auf den weiblichen Körper, z.B. kann es zu Regelblutungsstörungen oder Schmierblutungen und Unregelmäßigkeiten im Zyklus kommen.

Zusätzlich zu den geschlechtsspezifischen Funktionen hat Progesteron, wie die Östrogene, auch geschlechtsunspezifische Wirkungen auf den Körper. Durch seine urinfördernde Wirkung hat es eine ausspülende Wirkung. Es verlangsamt die Faltenbildung und reduziert Senkungsbeschwerden.

Die Neubildung von Knochen und ihrer Substanz wird positiv von Progesteron unterstützt. Es entspannt die Psyche, erhöht die Bereitschaft zu Schlaf und bildet einen natürlichen Schutz vor Brust- und Gebärmutterhalskrebs. Des Weiteren wird vermutet, dass das Gelbkörperhormon geschädigte Nervenzellen reparieren kann.

Testosteron
Das Testosteron gehört zu den männlichen Geschlechtshormonen. Es unterstützt die Erektionsfähigkeit und die Libido (auch bei der Frau) beim Sex. Das Hormon beeinflusst die Eiweißsynthese, sodass es zu vermehrtem Muskelaufbau und Fettabbau an Hüften und Bauch kommt.

Es verbessert die Übermittlung von Signalen im Gehirn und unterstützt unter anderem das räumliche Sehen. Die kognitiven Fähigkeiten, das Gedächtnis und die Koordination werden von Testosteron positiv beeinflusst.

Psychische Effekte von Testosteron sind, dass es kraftvoll, energisch und durchsetzungsstark macht. Es kann aber auch das Aggressionspotential verstärken.

Durch regelmäßigen Sport (Ausdauer- und Krafttraining) kann jeder die Testosteronproduktion ankurbeln. Beim Sport produziert der Körper das muskelaufbauende Hormon, das es dann braucht. Daher ist es nicht verwunderlich, dass auch Sex den Testosteronspiegel erhöht. Regelmäßiger Alkohol hingegen verringert die Testosteronkonzentration auf Dauer. Es wird empfohlen nicht mehr als 0,2l Wein am Tag zu sich zu nehmen.

Neben den genannten Hormonen gibt es noch viele andere wichtige Hormone, die sowohl einen Effekt auf das Wachstum, die Sexualität, die allgemeine Gesundheit als auch den Zellstoffwechsel haben.

 

Bei einer Hormonstörung versucht der Körper, so gut wie möglich das Gleichgewicht der Hormone wieder herzustellen. Dabei können Symptome auftreten wie Abgeschlagenheit, eingeschränkte Leistungsfähigkeit, Depressionen, aber auch allergische Reaktionen oder Entzündungen können durch Hormonschwankungen hervorgerufen werden. Gerade bei Jugendlichen bzw. jungen Erwachsenen treten Störungen im Hormonhaushalt auf. Meistens sind dabei die Hormone Testosteron (männliches Sexualhormon) oder Östrogen (weibliches Sexualhormon) betroffen. Bei Frauen kann es so zu einer Vermännlichung und bei Männern zu einer Verweiblichung führen.

Generell sind auch die folgenden Symptome bei einer Hormonstörung zu beobachten:

  • Angstzustände, Panikattacken und Phobien
  • Schweißausbrüche, Hitzewallungen oder Schwindel
  • Herz-Kreislauf-Probleme
  • Schlafstörungen
  • Unreine Haut bis hin zur Akne
  • Ausfall des Kopfhaars (besonders bei älteren Männern), Bartwuchs bei Frauen
  • Blähungen aber auch Darm- und Blasenschwäche
  • Probleme der Schilddrüsenfunktion – kann zu Über- oder Untergewicht führen
  • Zystenbildung, Wassereinlagerungen
  • Probleme in der Schwangerschaft, Unfruchtbarkeit oder Fehlgeburten
  • Libidoverlust
  • Starke Stimmungsschwankungen, schlechte Laune,
  • Verspannungen, Krämpfe oder auch Koordinationsschwierigkeiten
  • Krebs (Tumore können Hormone in den menschlichen Kreislauf abgeben)

Häufigste Hormonbeschwerden bei der Frau:

Insbesondere nach der ersten Menstruation, d.h. mit der Pubertät, und dem Beginn der Arbeit der Sexualhormone können hormonelle Beschwerden auftreten. Bestimmte Lebensphasen sind davon deutlicher getroffen als andere, so die Pubertät, die Schwangerschaft, die Wechseljahre und das Altern.

Zyklusstörungen
Störungen im Zyklus einer Frau können sich unterschiedlich ausdrücken. Da gibt es

  • das Ausbleiben der Menstruation (Amenorrhoe),
  • Schmerzen während der Periode (Dysmenorrhoe),
  • zeitliche Unregelmäßigkeiten, sodass der Abstand zwischen den Blutungen länger als 35 Tage ist (Oligomenorrhoe) oder unter 25 Tage beträgt (Polymenorrhoe) oder
  • die Blutung ist unverhältnismäßig stark (Hypermenorrhoe).

Alle Störungen im Zyklus können Gründe für eine Hormonstörung sein. Der Frauenarzt macht anfangs eine umfangreiche körperliche Untersuchung, um andere Ursachen auszuschließen. Ein Hormontest kann am Ende die Lösung sein. Mit einer Hormontherapie kann die Störung dann behandelt werden.

PCO-Syndrom – ein Symptomkomplex
Das POC-Syndrom ist eine Kombination unterschiedlicher Symptome bei der Frau. Dabei ist im Blut eine erhöhte Konzentration männlicher Geschlechtshormone festzustellen, was sich durch Akne, fettige Haut, Ausfall des Kopfhaars, vermehrte körperliche Behaarung bemerkbar machen kann. Hinzu kommen unregelmäßige Eisprünge mit Zyklusstörungen (ausbleibende oder unregelmäßige Blutungen). Zusätzlich treten mehrere kleine Zysten in den Eierstöcken vor, die jedoch aufgrund ihrer Gutartigkeit meist nicht operiert werden müssen.

Frauen, die von einem PCO-Syndrom betroffen sind, haben oft auch Übergewicht (Adipositas) und eine Insulinresistenz, sodass das Diabetesrisiko erheblich steigert. Ein andauerndes PCO-Syndrom kann zur Arteriosklerose (Arterienverkalkung) und Bluthochdruck führen. Schätzungsweise 5 bis 10 Prozent der Frauen sind von diesem Syndrom betroffen.

Das prämenstruelle Syndrom ist die Bezeichnung dafür, wenn Frauen in der zweiten Zyklusphase (zehn bis 14 Tage vor der eigentlichen Regelblutung) unter verschiedenen Symptomen leiden. Zuerst verschlimmern sie sich, bis sie dann mit dem Beginn der Blutung aufhören. Insbesondere Frauen über 30 sind von diesem Syndrom betroffen. Die Beschwerden können so intensiv und schmerzhaft sein, dass Betroffene zu der Zeit arbeitsunfähig sind. Darüber hinaus kann es zwischenmenschliche Beziehungen (soziale, familiäre oder berufliche) stark belasten.

Der Grund einer Libidostörung bzw. eines Libidoverlusts ist häufig ein Mangel des Hormons Testosteron. Diese Beschwerde der sexuellen Lustlosigkeit tritt besonders häufig bei Frauen auf, denen die Eierstöcke operativ entfernt oder durch eine Krebstherapie (Chemo- oder Strahlentherapie) beschädigt wurden. Libidoschwankungen bei Frauen sind während des weiblichen Zyklus jedoch auch ganz normal. Besonders direkt nach der Menstruation ist die Lust auf Sex sehr gering, kurz vor der Regelblutung jedoch, aufgrund der starken Durchblutungen, eher erhöht.

Bei den Wechseljahren erfolgt eine hormonelle Umstellung bei der Frau. Die Konzentration von Östrogenen insbesondere Östradiol nimmt stark ab. Auch das Gelbkörperhormon Progesteron sinkt. Der Zyklus gerät durcheinander bis irgendwann gar keine Regelblutung mehr auftritt. Diese Übergangsphase, die die meisten Frauen ab dem 50. Lebensjahr erleben, führt zu den typischen Stimmungsschwankungen in den Wechseljahren. Aufgrund der Hormonreduktion gehen auch die positiven Effekte auf Haut, Blutgefäße, Herz-Kreislauf-System, Nervensystem, Fett- und Zuckerstoffwechsel verloren.

Häufigste Hormonbeschwerden beim Mann:

Häufig ist es für das stärkere Geschlecht nicht leicht über sexuelle Funktionsstörungen zu reden und sich behandeln zu lassen. Jedoch steigt das Bewusstsein, dass auch bei Männern hormonelle Störungen auftreten können immer mehr an.
Die häufigsten sind:

Libidostörungen
Der Verlust der Libido (dem sexuellen Lustempfinden) steht im Zusammenhang mit der Testosteronproduktion. Ein niedriger Testosterongehalt führt zu einem geringen bis keinem sexuellen Lustempfinden. Das Paradox daran: Sex regt die Testosteronproduktion an. Mit einem Testosterontest lässt sich ganz einfach feststellen, ob es sich wirklich um einen Hormonmangel oder um eine andere Ursache handelt, wie z.B. einer Schilddrüsendysfunktion, einer Leberzirrhoseerkrankung oder um beeinflussende Medikamente bspw. Betablocker zur Blutdruckregulierung.

Weitere Ursachen können Partnerschaftsprobleme oder (Berufs-)Stress sein. Treten Sie einen Schritt kürzer oder informieren Sie sich über Paartherapien, versuchen Sie, Alkohol und andere ungesunde Lebensgewohnheiten zu vermeiden, wenn Sie Ihr sexuelles Lustempfinden wieder ins Spiel bringen wollen.

Erektile Dysfunktion
Erektionsstörungen nehmen bei Männern im Alter zu und können Vorboten von Herz-Kreislaufstörungen sein. Ca. 6 Millionen Deutsche sind von einer Erektionsstörung betroffen, darunter auch junge Männer.

Die Scheu, von Betroffenen zum Arzt zu gehen, ist groß. Oft werden vom Betroffenen selbst psychische Probleme vermutet. Dies ist jedoch meist nicht der Fall. Viel öfter handelt es sich um Gefäßerkrankungen, d.h. um Störungen im Herz-Kreislauf-System. Nur gesunde Gefäße ermöglichen die ausreichende Zufuhr von Blut in den Schwellkörper, um eine Erektion herzustellen. Viele Erektionsförderungsmittel verbessern den Blutstrom in den Schwellkörper, behandeln, aber die eigentliche Ursache nicht.

Die Einnahme gewisser Medikamente (z.B. Betablocker oder Antidepressiva) können auch zu einer Erektionsstörung führen. Es kann aber auch nur ein hormonelles Ungleichgewicht dahinter stecken, bei dem der Testosteronspiegel niedriger als normal ist. Testosteronsubstitute können Abhilfe schaffen.
Psychische Probleme, wie Ängste des Versagens, sind vielmehr das Resultat als die Ursache einer Erektionsstörung.

Treiben Sie Sport, um die Testosteronproduktion wieder in Gang zu bringen. Zusätzlich wirkt es sich positiv auf die Blutgefäße aus. Vermeiden Sie Rauchen, Alkohol und Übergewicht und entscheiden Sie sich für einen gesunden Lebensstil um Ihre Libido zu erhöhen.

 

Bevor eine hormonelle Störung diagnostiziert werden kann, ist eine körperliche Untersuchung vom Arzt sinnvoll, um andere Erkrankungen auszuschließen. Fachärzte der Endokrinologie sind dann dafür zuständig, das Zusammenspiel der verschiedenen Hormone und den aktuellen Hormonstatus zu untersuchen.

Mit Hilfe eines Speicheltest, der auch von der WHO (World Health Organization) als geeignete Methode angesehen wird, können die verschiedenen Hormonkonzentrationen gemessen werden. Selbst die kleinsten Veränderungen können so festgestellt werden.
Von Zuhause lassen sich die Tests ganz einfach und schnell durchführen. Ein Labor wertet dann die Speichelprobe aus.

Bluttests hingegen messen alle Hormone und können so zu einer unübersichtlichen Auswertung und Fehlinterpretationen führen, da nur die freien Hormone besonders aussagekräftig sind.

Wie lassen sich Hormonstörungen therapieren?

Da Hormonstörungen sich bei jeder Person individuell unterscheiden, benötigen Betroffene auch eine individuell angepasste Behandlung. Eine Hormontherapie verläuft dann meist mit Hormonsubstituten. So können Hormonstörungen wie eine Unterfunktion der Schilddrüse einfach durch die Einnahme des Schilddrüsenhomons L-Thyroxin behandelt werden, um eine Fehlbildung zu vermeiden.

Bei Frauen in Wechseljahren und bei Fruchtbarkeitsproblemen hilft eine Hormontherapie. Bei Fruchtbarkeitsproblemen wird dann das follikelstimulierende Hormon (FSH) in Form von Tabletten oder als direkte Injektion der Patientin zugeführt. Das wirkt zyklusstimulierend. Zusätzlich hilft das Gelbkörperhormon, sodass die Eizellen gut heranreifen können und der Eisprung ausgelöst wird. Außerdem können Gesundheitsprodukte wie Nahrungsergänzungsmittel die Fruchtbarkeit unterstützen oder Wechseljahrsbeschwerden verringern.
Auch Mineralien, Vitamine oder Antioxidantien unterstützen die Therapie positiv.

Bei einem Testosteronmangel kann eine Lebensstilumstellung und vermehrte sportliche Betätigung die Produktion des Hormons anregen. Reicht das nicht aus, können auch Testosteronsubstitute z.B. über ein Pflaster oder ein Gel verabreicht werden. So kann auch die Libido wieder gesteigert werden.

Bei Depressionen helfen Medikamente mit einem Serotonin-Wiederaufnahmehemmer, um die Wirkung des „Glückshormons“ Serotonin im Gehirn zu verstärken und so dem Betroffenen aus der depressiven Stimmung heraus zu verhelfen.

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