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Zecken und ihre Gefahren - Wie Sie ein Infektionsrisiko zuverlässig abschätzen

In Deutschland gibt es ca. 20 verschiedene Zeckenarten, die in Wiesen und Wäldern darauf warten, sich auf einem "Wirt" niederlassen zu können. Der Gemeine Holzbock, die Zeckenart, die sich am häufigsten auf dem Menschen niederlässt, um sich als Parasit von dessen Blut zu ernähren, wird ca. 2-5 Millimeter groß und lauert meist auf Grashalmen und Blättern.

Hat die Zecke sich auf einem Menschen niedergelassen, sucht sie sich meist dünne Hautstellen für ihre Mahlzeit, dazu gehören vor allem Kniekehlen, Haaransatz, Leistenbeuge und die feine Haut hinter den Ohren. An der richtigen Stelle angekommen, krallt die Zecke sich in der Haut fest, sticht mit ihrem Stachel ein kleines Loch und sondert ein Sekret ab, dass die Haut betäubt und die Blutgerinnung verhindert, damit sie ungestört trinken kann.
Bei diesem Vorgang sondert die Zecke außerdem immer wieder Nahrungsreste in die Wunde ab, wodurch eine Infektion mit Krankheitserregern, die die Zecken in sich trägt, zustande kommen kann. Hat man eine Zecke an sich oder seinen Kindern entdeckt, ist es deshalb nicht nur wichtig, diese zu entfernen sondern vor allem auch einen Zecken Test durchzuführen, um herauszufinden, ob die Zecke Träger der gefährlichen Borrelien war und man eventuell damit infiziert wurde.

 

Schutz vor Zeckenbiss

Risiken bei Zeckenbiss

 
  • Hat sich die Zecke noch nicht auf dem Körper niedergelassen, ist es trotzdem sicherer, sie "unschädlich" zu machen, da Zecken sehr widerstandsfähig sind und z.B. auch aus dem Abfluss oder Mülleimer zurückgekrabbelt kommen.
  • Ist die Zecke schon auf dem Körper und hat sich festgekrallt, sollte sie keinesfalls auf der Haut zerquetscht werden, da das Infektionsrisiko dadurch steigen würde.
  • Am besten entfernt man die Zecke mit einer Pinzette, Zeckenkarte oder -zange indem man sie möglichst dicht an der Haut packt und vorsichtig mit leichtem Hin- und Herdrehen gerade nach oben herauszieht.
  • Anschließend sollte die Zecke dringend einem Zecken Test unterzogen werden, der ermittelt, ob die Zecke Borrelien übertragen haben könnte.
  • Es ist wichtig, dass der Test so schnell wie möglich durchgeführt wird, da die Borrelliose-Erreger sich sehr schnell im Körper verbreiten.
  • Bei Verdacht einer Infektion oder bei typischen Symptomen sollten Sie einen Arzt aufsuchen

Was tun bei Zeckenbiss?

 

Schutz vor Zeckenbissen

  • Lange Hosen und Ärmel gewähren guten Schutz, da Zecken keine Textilien durchstechen können. Um ganz sicher zu gehen, sollten Sie die Hosen unten in die Socken stecken um den Zecken keine Lücke zu lassen. Außerdem eignen sich helle Kleidungsstücke, da Zecken auf diesen schneller sichtbar sind.
  • Nach einem Ausflug in die Natur sollte trotzdem die Kleidung untersucht werden, da Zecken auch die Waschmaschine überleben können.
  • Auf freie Hautstellen sollte ein Insektenschutzmittel aufgetragen werden, das auch vor Zecken schützt.
  • Sollten Sie ein Picknick im Freien planen, nehmen Sie eine große und dicke Picknickdecke mit damit Sie und Ihre Kinder nicht direkt im Gras sitzen, wo viele Zecken lauern.
  • Grundsätzlichen sollten Sie nach einem Ausflug sichergehen, dass sich niemand eine Zecke "eingefangen" hat damit Sie schnell reagieren können, falls dies doch mal Fall sein sollte.
  • Gegen Frühsommer-Meningo-Enzephalitis (FSME) können Sie sich impfen lassen, vor Borreliose können Sie sich nur mit Vorsicht, einem Zecken Test und dem schnellen Gang zum Arzt (nach Kontakt mit den Erregern) schützen.
 

Die Zecke wird als gefährlichstes Tier Deutschlands bezeichnet, da sie häufig unbemerkt Krankheitserreger überträgt. Dazu gehören vor allem Borreliose, eine Infektionskrankheit, die das Nervensystem, Organe, Gelenke und das Gewebe befallen kann und FSME, eine Krankheit, die eine Hirnhaut- oder Gehirn-Entzündung auslösen und zum Tod führen kann.

Als Risikogebiete für Zeckenbisse gelten in Deutschland vor allem Bayern, Baden-Württemberg, Südhessen und Thüringen. Außerhalb von Deutschland sind Osteuropa und Russland Risikogebiete, in denen besondere Vorsicht geboten ist.

Sollten Sie in diesen Gebieten leben oder Urlaub machen, ist eine FSME-Impfung zu empfehlen. Da man sich gegen Borreliose nicht impfen lassen kann, helfen hier nur Vorsichtsmaßnahmen wie lange Kleidung, Insektenspray, das Absuchen von Kleidung und Körper und ein Zecken Test, für den Fall, dass es zu einem Zeckenbiss kommt.

Risiken eines Zeckenbiss